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Die Mitleidsmasche: Notfall-Geschichten, die mit Geldbitten enden

Kurz gesagt

Nach schneller, intensiver Zuneigung steckt die Person plötzlich in der Krise - Krankenhausrechnung, am Flughafen gestrandet, Geldbeutel geklaut - und nur du kannst helfen. Gefühl und Zeitdruck sollen verhindern, dass du in Ruhe nachdenkst.

So läuft es meistens ab

  1. Schnelle, heftige Gefühle: „so hab ich noch nie gefühlt“, „du bist mein Seelenverwandter“.
  2. Ein plötzlicher Notfall mit Frist.
  3. Schuldgefühle, wenn du zögerst: „ich dachte, ich bin dir wichtig“.
  4. Eine Geldbitte - meist per Gutscheinkarte, Bezahl-App oder Krypto.

Woran du es erkennst

So klingen die Nachrichten

ich häng am flughafen fest, der zoll hat mein portemonnaie einbehalten und ich hab sonst niemanden. bitte hilf mir, ist dringend
meine mama liegt im krankenhaus und ich muss heute noch zahlen, nur du kannst mir helfen

Typische Formulierungen von Betrügern in Dating-Apps und Messengern.

Was du tun solltest

  1. Kurz durchatmen: Bei einem echten Notfall gibt es andere Wege - Familie, Botschaft, Krankenhauspersonal.
  2. Bitte um eine Sprachnachricht dazu - erfundene Geschichten halten einer echten Stimme selten stand.
  3. Schick kein Geld. Melde das Profil, wenn die Geschichte mit einer Bitte endet.
Quellen
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